Verkaufs- und Lieferbedingungen

1.            Geltungsbereich
Die vorliegenden Verkaufs- und Lieferbedingungen finden Anwendung auf sämtliche Verkaufs- und Liefergeschäfte der Mitglieder des Schweizerischen Großhandelsverbandes der Sanitären Branche SGVSB (nachfolgend Lieferant genannt) mit Kunden.
Die Verkaufs- und Lieferbedingungen stellen einen zwingenden Bestandteil jeder Offerte des Lieferanten dar und gelten als akzeptiert, wenn der Kunde bei Abschluss des Vertrages nicht schriftlich deren Geltung ausschließt.
Vorbehalten bleiben abweichende Verkaufs- und Lieferbedingungen des Lieferanten sowie abweichende schriftliche Vereinbarungen zwischen Lieferant und Kunde.

2.            Preise und Geltungsdauer
2.1            Allgemein
Alle in Katalogen, Listen, Offerten und Auftragsbestätigungen aufgeführten Preise verstehen sich als Bruttopreise ohne Mehrwertsteuer in Schweizer Franken, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vermerkt ist.
Zu diesen Preisen hinzukommen Transportkostenanteile und Einbaukostenanteile für Armaturen und Ventile sowie allfällige Kleinmengenzuschläge und Eilgutgebühren.
Preisänderungen bleiben jederzeit vorbehalten. Insbesondere können außergewöhnliche Preisaufschläge im Rohstoffbereich sowohl in Offerten wie Auftragsbestätigungen jederzeit zu entsprechenden Anpassungen führen.

2.2            Offerten
Die Offerten gelten während drei Monaten seit Offertdatum, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vermerkt ist.

2.3            Auftragsbestätigungen
Die in Auftragsbestätigungen aufgeführten Preise sind fest, soweit der Warenbezug innert sechs Monaten seit Auftragsbeginn (spätestens aber bis zum 31. März des folgenden Jahres) erfolgt und nicht ausdrücklich etwas anderes vorgemerkt ist. Anschließend gelten die neuen Bruttopreise.

3.            Lieferung
Geräte/Grosslieferungen
Die Lieferung erfolgt an das Domizil des Kunden oder auf die Baustelle soweit per Auto erreichbar. Der Lieferant übernimmt das Transportrisiko und den Ablad. Der Transport und das Transportrisiko ab Abladestelle bis zur Verwendungsstelle ist Sache des Kunden. Sofern die Lieferung avisiert wurde, der Kunde oder eine von ihm beauftragte Person jedoch bei der Anlieferung nicht anwesend ist, gilt die Ware mit Ablad als ordnungsgemäß übergeben. Der Lieferant bemüht sich um Einhaltung der Liefertermine; die Angabe der Liefertermine erfolgt jedoch unverbindlich. Ansprüche auf Ersatz von Konventionalstrafen oder sonstige Schadenersatzansprüche wegen Nichteinhaltung von Lieferterminen werden abgelehnt.
Der Lieferant stellt dem Kunden einen Transportkostenanteil in Rechnung. Soweit nichts anderes vereinbart ist, beträgt der Transportkostenanteil max. 2,9 % des Rechnungsbetrages.
Kleinteilbestellungen/Webshop
Für Kleinteilbestellungen steht Abholung oder Lieferung als Versand Option zur Auswahl. Unser Postversand findet zwei Mal wöchentlich statt, immer Montag und Mittwoch. Alle Bestellungen, für welche die Produkte lagernd sind, welche bis zum Morgen des Versandtags eingegangen sind werden mit verschickt. Der Versand beträgt 2.9% oder mindestens 7.00 CHF.

4.            Garantie
4.1            Kontroll- und Rügepflicht des Kunden, Rügefrist
Der Kunde oder eine von ihm beauftragte Person hat die Ware unmittelbar nach Lieferung zu prüfen. Transportschäden und Mängel, die bei sofortiger Untersuchung erkennbar sind, müssen innerhalb von acht Tagen seit Lieferung dem Lieferanten gemeldet werden.
Mängel, die bei sofortiger Untersuchung nicht erkennbar sind, auch Konstruktions-, Material- oder Verarbeitungsfehler, müssen sofort nach ihrer Feststellung, spätestens aber innerhalb von zwölf Monaten seit Lieferung, dem Lieferanten gemeldet werden.
Nach Ablauf dieser Rügefristen wird jede Haftung abgelehnt.

4.2            Ausschluss
Mängel, die auf unsachgemäße Behandlung durch den Kunden oder eine von ihm beauftragte Person zurückzuführen sind, sind von der Garantie ausgeschlossen.

Handelsüblich oder herstellungstechnisch bedingte Abweichungen in den Massen, der Oberflächenbeschaffenheit, von Gewichten und Farbtönen, sowie geringfügige Farbabweichungen gelten nicht als Mängel, soweit sie die Funktionstüchtigkeit nicht wesentlich beeinträchtigen. Alle in Katalogen, Listen, Massskizzen, Offerten und Auftragsbestätigungen diesbezüglich gemachten Angaben verstehen sich daher als ungefähr und sind für den Lieferanten nicht verbindlich.

4.3            Wirkung
Bei fristgerecht gerügten Mängeln kann nur Austausch bzw. ein Preisnachlass oder höchstens die Rückerstattung des Kaufpreises der bemängelten Ware in Frage kommen. Darüber hinaus wird jede Haftung wie Anspruch auf Arbeitslöhne, Fracht, Schadenersatz, entgangener Gewinn, Verzugszinsen, Konventionalstrafen, Materialschaden und Auswechslungskosten jeder Art abgelehnt.

4.4            Installation
Der Kunde ist verantwortlich für die fachgerechte und vorschriftsgemässe Weiterverwendung der Ware. Installation im Bereich des Wassernetzes sind grundsätzlich durch einen ausgewiesenen Sanitärfachmann durchzuführen unter Beachtung der SVGW-Leitsätze (www.svgw.ch) der Abwasservorschriften nach SN 59200 (www.swiss-quality.org) und der örtlichen Vorschriften. Elektroarbeiten sind durch einen ausgewiesenen Elektrofachmann durchzuführen und Beachtung der SN/CEN-Vorgaben und der örtlichen Vorschriften (www.electrosuisse.ch, www.esti.ch) Der Lieferant lehnt jede diesbezügliche Haftung ab.

5.            Retouren
Rücksendungen, die nicht auf falsche Lieferungen zurückzuführen sind, bedürfen der vorgängigen Zustimmung des Lieferanten. Für Umtriebe werden dem Kunden min 20 % des Rechnungsbetrages der zurückgesandten Waren belastet, soweit nichts anderes vereinbart wurde.
Ohne Zustimmung zurückgesandte Ware gehen an den Absender zurück und gelten als nicht zurückgenommen.
Detaillierte Kriterien für Retouren sind in den Richtlinien für Warenretouren geregelt.

6.            Zahlungen
Alle Rechnungen sind zahlbar: innerhalb 30 Tage ab Rechnungsdatum: netto
Die Rechnungen verfallen 30 Tage nach Rechnungsdatum. Mit Überschreitung dieser Frist tritt ohne Mahnung der Verzug ein, und die Forderung wird zum handelsüblichen Ansatz verzinslich.

7.            Eigentumsvorbehalt
Die gelieferte Ware bleibt bis zu ihrer vollständigen Bezahlung Eigentum des Lieferanten. Der Kunde kann jedoch die Ware im Rahmen eines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes weiterveräussern. Seine Forderungen aus der Weiterveräusserung der Vorbehaltsware gelten ohne weiteres als an den Lieferanten abgetreten.
Sowie für die rechtsgültige Begründung des Eigentumsvorbehaltes oder für die Abtretung der Forderungen weitere Vorkehren (z.B. Registereintrag oder schriftliche Einzelabtretung) erforderlich sind, verpflichtet sich der Kunde gegenüber dem Lieferanten, die erforderlichen Vorkehren auf erstes Verlangen zu erfüllen.

8.            Rücktrittsrecht
Veränderungen in den Verhältnissen des Kunden wie Zahlungsverzug, Zahlungsschwierigkeiten, Zahlungseinstellung, Veränderungen in den Besitzverhältnissen, Todesfall sowie die Einleitung von bedeutenderen Betreibungen, die Führung von größeren Prozessen usw. berechtigen den Lieferanten zum sofortigen Rücktritt von allfälligen Lieferungsverpflichtungen. Allfällige Guthaben des Lieferanten, die erforderlichen Vorkehren auf erstes Verlangen zu erfüllen.

9.            Erfüllungs- und Gerichtsort
Als Erfüllungs- und Gerichtsort für Kunde und Lieferanten gilt der Sitz des Lieferanten.
Das Vertragsverhältnis unterliegt schweizerischem Recht.

 

Richtlinien für Warenretouren

Um eine effiziente Abwicklung und Erledigung von Warenretouren sicherzustellen gelten nachfolgende Regelungen:

1.            Voraussetzungen für Warenrückgaben
Jeder Rückgabewunsch ist dem Verkauf Innendienst der entsprechenden Lieferfirma und Niederlassung mündlich oder schriftlich zu avisieren.
Die Angaben der Auftragsnummer, des Objektes, der Artikelnummern sowie die Anzahl der einzelnen Artikel sind Voraussetzung für die genaue Abklärung und Genehmigung zur Rücknahme der gelieferten Ware.

2.            Rücknahme der Ware
Damit eine fristgerechte Abwicklung von Warenretouren mit Gutschrift gewährleistet ist, wird durch die Lieferfirma ein Abholauftrag erstellt. Die zur Rücknahme genehmigten Artikel müssen am vereinbarten Ort, gut gekennzeichnet, bereitgestellt sein.

3.            Rücknahme-Kriterien
3.1            Fehler von der Lieferfirma resp. vom Sanitärfachhändler
Gutschrift 100 %

3.2            Fehler beim Kunden
– Aktuelle Lagerware des Sanitärfachhändlers: Bearbeitungsabzug mindestens 20 %
– Kommissionsware: Abzug variabel (mindestens 20 %) zudem Abklärung mit dem Hersteller ob die Rücknahme möglich und wie hoch der Abzug ist

4.            Keine Warenrücknahme
– Ware, die nicht mehr oder nicht original verpackt ist
– Unvollständige, bereits montierte oder beschädigte Ware

5.            Keine Gutschrift trotz Warenrücknahme
– Artikel, die vom Lieferanten bei der Deklassierung abgelehnt werden
– Spezialanfertigungen ohne Verkaufsmöglichkeit
– Artikel gemäß Punkt 4
In Fällen, wo keine Gutschrift trotz Warenrücknahme erfolgen kann wird die betreffende Firma schriftlich informiert mit Angabe der Frist, bis zu welchem Zeitpunkt die Ware beim Sanitärfachhändler am Lager zur Verfügung gehalten wird.
Allfällige Entsorgung der Ware kann Entsorgungskosten zur Folge haben, die überwälzt werden

6.            Annulierungskosten
Bestellte und beim Sanitärfachhändler eingelagerte Kommissionsartikel unterliegen dem Punkt 3.2 Kommissionsware

Alternative Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO und § 36 VSBG:

The european commission provides a platform for online dispute resolution (OS) which is accessible at https://ec.europa.eu/consumers/odr. We are not obliged nor willing to participate in dispute settlement proceedings before a consumer arbitration board.